33. Generalversammlung 2022 - Protokoll

1. Begrüssung

Nach einer musikalischen Einstimmung von Soraya Schumacher und Jonas Scheuner begrüsst Präsident Jean-Claude Goldschmid die Anwesenden – 62 Stimmberechtigte und die Gäste – in der Aula der Primarschule Tafers, darunter seine VorstandskollegInnen und die Ehrenmitglieder sowie die Ehrengäste.
Präsident Jean-Claude Goldschmid erinnert einleitend auf die schwierige Corona-Zeit und verweist auf den russischen Angriff auf die Ukraine. Der Präsident bittet um einen Moment des Schweigens zum Gedenken an die Opfer des Krieges.

2. Wahl der Stimmenzähler
Er stellt dann fest, dass die Einladung zu dieser Generalversammlung und die Traktanden ordnungsgemäss versandt wurden und dass es im Vorfeld keine Änderungsanträge zur Traktandenliste gab. Da auch keine aus der Versammlung kommen, gilt damit als genehmigt. Er schlägt als Stimmenzähler Adrian Leuthard und Leander Heldner, vor – was diskussions- und wortlos genehmigt wird.
Als Protokollführer wird Fahrettin Calislar, Vorstandsmitglied, gewählt.

3. Protokoll der GV vom 30. April 2021 (brieflich)
Präsident Jean-Claude Goldschmid stellt fest, dass Kopien des Protokolls der letzten GV aufgelegt waren und alle Anwesenden es lesen konnten. Traditionsgemäss wurde es nicht verlesen. Bernadette Lehmann wurde für das Protokoll verdankt.
Es gab keine Wortmeldungen und Veränderungswünsche. Das Protokoll wird per Akklamation genehmigt.

4. Jahresbericht
Der Präsident stellt seinen Jahresbericht 2021 unter das Motto des Neustarts in der Schlussphase der Coronakrise. Nach dem schwierigen Coronajahr 2020 mit vielen Onlinesitzungen hatte der Vorstand erstmals wieder regelmässige physische Zusammenkünfte und in der zweiten Jahreshälfte auch Veranstaltungen mit Publikum. Er wertet beides als grossen Erfolg. Angesichts der jüngsten Turbulenzen zuvor und des Neustarts unter schwierigsten Bedingungen war der Vorstand aktiv und effektiv. Es konstituierten sich verschiedene Arbeitsgruppen, um in wesentlichen Bereichen die Vorstandsarbeit zu ergänzen, etwa Aspekte bei den Events oder beim Programm. Ende August 2021 lud die SRG Freiburg ins Schloss Ueberstorf zu einem Stelldichein mit der Moderatorin Nicole Berchtold, es kamen mindestens 50 Mitglieder. Im Herbst begleitete der Verein die Wahlen im Kanton Freiburg. Am 15.10. reiste eine Delegation nach Zürich-Leutschenbach zur Aufzeichnung der Arena. Ende Jahr dann lud der Vorstand Regionaljournal-Chef Peter Brandenberger und Korrespondent Oliver Kempa zum Gespräch. In diesem Rahmen bot die SRG Freiburg ihnen Unterstützung bei der Programmproduktion und ihre Funktion als Verbindung mit Publikum an. Schliesslich stellte sich der Vorstand während der Radiosendung Persönlich an einem Infostand dem Gespräch mit der Bevölkerung. Der Präsident dankt dem Vorstand, er sei ein tolles Team. Er möchte mit seinen Kolleginnen und Kollegen weiter erfolgreich in die Zukunft segeln.

5. Jahresrechnung und Revisionsbericht 2021
Kassier Erwin Schweizer präsentiert die Jahresrechnung 2021. Sie schliesst bei Einnahmen von Fr. 12'000.35 und Ausgaben von Fr. 7909.50 mit einem Gewinn von Fr. 4090.85.
Von den Einnahmen entfallen Fr. 4000.- auf Mitgliederbeiträge und Fr. 7500.- auf die Beiträge der RGB Bern. Hinzu kommen eine Spende über 500 Franken sowie 35 Rappen Zinsertrag. Es ist ein leichter Mitgliederschwund zu vermerken. Von den Ausgaben entfallen rund Fr. 3000.- auf Anlässe, eine physische Generalversammlung gab es ja nicht und somit auch kein Apéro und kein Mitgliederversand, Fr. 750.40 auf den Druck des Jahresprogramms, Fr. 3090.- auf die Entschädigung des Vorstands sowie Fr. 105.- auf Verabschiedungen und Fr. 134.- auf Postcheck-Spesen. Die Bilanz präsentiert Aktiva und Passiva in der Höhe von je Fr. 38’248.85.
Revisor Beat Zbinden verliest den von ihm zusammen mit Dominik Andrey verfassten Revisorenbericht. Am 9. Februar 2022 haben sie die Bilanz und die Jahresrechnung geprüft. Die Belege seien vorhanden gewesen und hätten mit der Rechnung übereingestimmt. Zbinden und Andrey beantragen der Versammlung, die Jahresrechnung zu genehmigen.
Aus dem Plenum kommen keine Fragen zu Bilanz und Jahresrechnung, worauf das Plenum sie einstimmig genehmigt und dem Vorstand dadurch Decharge erteilt. Der Präsident verdankt dem Kassier dessen Arbeit.

6. Ersatzwahlen Vorstand
Nach rund 33 Jahren in verschiedenen Funktionen ist Bernadette Lehmann, Mitbegründerin der SRG Freiburg, zurückgetreten. Der Vorstand hat sie an der Generalversammlung für ihre Dienste und ihre Bemühungen verdankt.
Erwin Schweizer würdigt die beeindruckende, lange und wortwörtlich historische Arbeit von Bernadette Lehmann für den Verein. Sie begann als Gründungsmitglied 1989 als Revisorin und ist seither dabei, ganze 33 Jahre! Seit 1992 sitzt sie im Vorstand und war zeitweise auch in den Gremien der Regionalgenossenschaft, im Publikumsrat und in der Programmkommission. Sie hat den Verein (die FRF und dann die SRG Freiburg) faktisch auch zwei Mal vor dem Untergang gerettet und aus dem Dreck gezogen, als er kurz vor der Auflösung war. Auch wenn das kaum angemessen möglich ist, möchte ihr der Vorstand ihre vielfältige Arbeit herzlich verdanken. Der Dank geht auch an ihren Ehemann Bruno, der sie in vielen ihrer Schlachten auf ebenso vielfältige Weise unterstützt hat. Erwin Schweizer verspricht ihr im Namen des Vorstandes, dass wir «ihr Schiff» weiterhin in Fahrt halten wollen und können, auch ohne sie.
Auch der Präsident dankte Bernadette Lehmann und bezeichnete sie als «langjährige Seele des Vereins». Der Vorstand beantragte für Bernadette Lehmann die Ehrenmitgliedschaft. Mit tosendem und stehendem Applaus des Vorstands und der Mitglieder hat die Versammlung diese gutgeheissen.
Bernadette Lehmann bedankte sich mit einer kurzen Rede.
Auch Sibylle Werndli, langjähriges Mitglied in der Programmkommission und in anderen Gremien der SRG Freiburg. Marc Kipfer hält die Dankesrede und die Verabschiedung und würdigt im Namen des Vorstandes ihre Arbeit mit einem Geschenk. Sibylle Werndlis Verdienste für die Programmqualität war gross und ihre Feedbacks sehr wertvoll.
Die Versammlung beschloss spontan und auf mündlichen Antrag des Präsidenten die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Sibylle Werndli. Sie ist nach Bernadette Lehmann das neunte Ehrenmitglied der SRF Freiburg.
Der Präsident erläuterte, dass der Vorstand gerne Ersatzwahlen durchgeführt hätte. Doch verschiedene Gespräche mit möglichen Interessierten fruchteten nicht. Der Präsident hofft, dass sich vielleicht einer der Befragten es sich anders überlegt. Auch aus dem Plenum gab es keine spontane Meldung für ein Amt im Vorstand.

7. Jahresprogramm
Der Vorstand hat auch für 2022 ein reichhaltiges Programm von Veranstaltungen zusammengestellt und stellt dies vor. Am 14. Juni führt der Historiker, Stadtwanderer und pensionierte frühere SRF-Politologe Claude Longchamp eine Stadtwanderung zu Freiburg und die Medien durch. Die Wanderung beginnt im Equilibre und endet mit einem Apéro. Anmeldungen sind schon möglich. Am 18. Oktober lädt die SRG Freiburg zu einer Reise nach Spiez zur Aufzeichnung des Samschtigjass. Und im November kommt das Mäntigapéro on Tour in den Kanton Freiburg und die SRG Freiburg ist Gast.

8. Jahresbeiträge und Budget 2022
Kassier Erwin Schweizer präsentiert das Budget 2022. Das Budget sieht Einnahmen von Fr. 11'000.- und Ausgaben von Fr. 12’200.- vor. Daraus ergibt sich ein erwartetes Defizit in der Höhe von Fr. 1200.- Von den Einnahmen entfallen Fr. 4500.- auf Mitgliederbeiträge und Fr. 6500.- auf die nunmehr reduzierten Beiträge der RGB Bern. Von den Ausgaben entfallen Fr. 2500.- auf die GV, Fr. 4000.- auf die Anlässe, Fr. 400.- auf das Jahresprogramm, Fr. 500.- auf den Versand an die Mitglieder, Fr. 1000.- auf Werbung, Fr. 3000.- auf die Entschädigung des Vorstands sowie Fr. 800.- auf Sitzungsspesen. Die Ausgaben sind im Rahmen der Vorjahre (ausser GV). Der Kassier hofft, dass trotz sinkender Mitgliederzahlen dennoch genug Beiträge reinkommen.
Das Plenum genehmigt das Budget einstimmig. Im Rahmen der Behandlung des Budgets werden auch die (gleichbleibenden) Mitgliederbeiträge implizit bestätigt.

9. Verschiedenes
Das Wort ergreifen Oliver Kempa und Mireille Gigax. Sie stellen sich und ihre Arbeit als Korrespondent des Regionaljournals, respektive als dessen Stellvertreterin, vor.
Andreas Schefer, Präsident der SRG Deutschschweiz, verdankt die Arbeit des Vorstandes. Er würdigt auch die Arbeit von Bernadette Lehmann im Vorstand des Vereins und in den Gremien der Regionalgenossenschaft. Sie sei eine Integrationsperson, und diese brauche es dringend. Er könne sich eine SRG Freiburg ohne Frau Lehmann kaum vorstellen, sehe aber, dass sich hier ein starkes Vorstandsteam gebildet habe, für welchen es auch eine Zukunft ohne Frau Lehmann gebe. Schefer hielt in seinem Grusswort fest, dass die SRG auf die regionalen Trägerschaften und ihre Vorstände baut. Die SRG Freiburg werde sich für einen weiteren Abstimmungskampf zugunsten der SRG und zur Verteidigung der Errungenschaften des Service Public sowie der regionalen Berichterstattung aufstellen müssen. Die Billag II-Abstimmung stehe bevor. Die Trägerschaft sollen die SRG dabei unterstützen, die Programmachenden leisten ebenfalls ihren Anteil.
Philipp Schori, Präsident der Regionalgenossenschaft Bern, schloss sich mit seinem Grusswort an. Er würdigte das gute Verhältnis des Vorstandes der RGB zu jenem der SRG Freiburg. Mit einigen VorstandskollegInnen gebe es über deren Tätigkeiten für beide Vereine einen regen Kontakt..
Nach dem statutarischen Teil folgten ein Vortrag und eine kurze Diskussion von und mit Kassensturz-Moderatorin Kathrin Winzenried. Darin schilderte sie ihre alltägliche Arbeit in der Redaktion, die journalistischen und beruflichen Besonderheiten einer KonsumentInnensendung, das Verhältnis zur Radio-Partnersendung Espresso, polternde Betroffene und unzufriedene Zuschauende, die Schwierigkeit, die Kritisierte haben, ihr Fehlverhalten einzusehen und letztlich auch die internen Kämpfe der Redaktion und der Angestellten mit ihren Vorgesetzten um knappe Ressourcen und die dünne rote Linie von der Kritik zur Verleumdung.
Mit weiteren Songs von Soraya Schumacher und Jonas Scheuner sowie einem Apéro klang der Abend schliesslich aus.

32. Generalversammlung 2021 - Protokoll

Die Generalversammlung für das Jahr 2021 fand aufgrund der Coronapandemie auf dem Zirkularweg statt.

Wünnewil, Pfrundweg 4, 30. April 2021

 

1. Begrüssung

Präsident Jean-Claude Goldschmid eröffnet die GV, die aufgrund der Covid-Krise als Restversammlung durchgeführt wird. In Anwendung der Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus des Bundesrates hatte der Vorstand am 4. Februar 2021 beschlossen, die Generalversammlung schriftlich durchführen zu lassen.

2. Resultate der Abstimmungs- und Wahlergebnisse
Bojan Seewer und Stephanie Auderset geben die Resultate der Abstimmungsformulare bekannt. Von total 327 ausgegebenen Abstimmungsunterlagen kamen 126 zurück, das entspricht einem Rücklauf von 38,5 Prozent.
Als Stimmenzähler/in wurden Bojan Seewer mit 120 Stimmen sowie Stephanie Auderset mit 121 Stimmen gewählt.
Das Protokoll der 31. Generalversammlung vom 6. März 2020 wurde mit 125 Stimmen genehmigt.
Der Jahresbericht 2020 wurde einstimmig genehmigt.
Die Jahresrechnung 2020 wurde einstimmig und der Revisorenbericht 2020 mit 125 Stimmen genehmigt.
Für die Wahlen in den Vorstand wurden bestätigt: Jean-Claude Goldschmid, Liebistorf, mit 114 Stimmen bei 9 Gegenstimmen, Marc Kipfer, Murten, mit 125 Stimmen, Bernadette Lehmann, Wünnewil, bei 123 Stimmen und zwei Gegenstimmen, Pia Meuwly, Flamatt, mit 124 Stimmen und zwei Gegenstimmen, Chantal Müller, Murten, bei 125 Stimmen und einer Gegenstimme, sowie Erwin Schweizer, Wünnewil, mit 125 Stimmen.
Neu in den Vorstand gewählt wurden: Fahrettin Calislar, Murten, mit 115 Stimmen und zwei Gegenstimmen, und Claudia Gfeller-Vonlanthen, St. Antoni, mit 115 Stimmen und einer Gegenstimme.
Jean-Claude Goldschmid, Liebistorf, wurde zudem mit 107 Stimmen gegen elf Gegenstimmen als Präsident bestätigt.
Erwin Schweizer, Wünnewil, wurde nach dem Rücktritt von Bernhard Altermatt mit 120 Stimmen als Vizepräsident für den Vorstand der SRG BE FR VS delegiert.
Als Revisoren bestätigt wurden Dominik Andrey, Wünnewil, und Beat Zbinden, Courtaman, gemeinsam mit 116 Stimmen und einer Gegenstimme.
Die Mitglieder hiessen das Jahresprogramm 2021 mit 120 Stimmen gut.
Das Budget 2021 wurde mit 118 Stimmen bei einer Gegenstimme genehmigt. Der Mitgliederbeitrag (Einzelmitglieder CHF 20, Ehepaare CHF 30, Institutionen CHF 50) wurde mit 119 Stimmen bestätigt.
Anträge wurden keine eingereicht.

31. Generalversammlung 2020 - Protokoll

Aula PS Schmitten, 6. März 2020

Die Interims- und Tagespräsidentin Bernadette Lehmann begrüsst die Anwesenden – 85 Stimmberechtigte und 6 Gäste – im Mehrzwecksaal/Aula der Primarschule Schmitten, darunter die Grossratspräsidentin Kirthana Wickramasingam, die Grossratsmitglieder Bernadette Mäder-Brülhart und Chantal Müller sowie die Gemeinderatsmitglieder Erwin Scherwey (Schmitten), Marianne Dietrich (Düdingen), Thomas Fontana (Gurmels), Nicole Kölbener und Marie-Theres Piller Mahler (beide St. Ursen), Andreas Freiburghaus (Syndic) und Isabella Mühlematter (beide Wünnewil-Flamatt), Ricarda Melchior (Tafers) und Bojan Seewer (Plasselb). Weiter hiess Bernadette Lehmann folgende Personen willkommen: Franz Fischlin, Moderator der Tagesschau-Hauptausgabe des Schweizer Fernsehens, der im Anschluss an die Traktanden ein Gespräch mit Herbert Ming führte, sowie den Präsidenten der Trägerschaft der SRG Deutschschweiz, Andreas Schefer, von der SRG Bern Freiburg Wallis den Präsidenten Léander Jaggi sowie die Geschäftsstellenleiterin Ursula Brechbühl, ausserdem die SRG-Journalisten Rolf Dietrich und Patrick Mülhauser sowie die Ehrenmitglieder Bernhard Auderset, Josef Jungo und Bruno Baeriswyl.

Nach einer musikalischen Einstimmung mit drei Liedern von Zoë Kressler und Noémie Wolz von der Gustav-Akademie verlas Bernadette Lehmann eine Erklärung, „warum ich da vorne stehe“: Sie habe das noch nie gemacht. Nach dem Rücktritt von Beat Hayoz und sechs Mitgliedern des Vorstands habe sich aber die Frage gestellt, wie es weiter gehen solle – auch für sie persönlich. Bald hätten sich aber Mitglieder und Nahestehende der SRG Freiburg gemeldet, die sich dafür stark machten, dass es weitergehen müsse. So habe sich eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe gebildet, unter der Leitung der Revisoren Dominik Andrey und Beat Zbinden. Aber auch die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Marlies Schafer und Sibylle Werndli, ehemalige Vorstandsmitglieder wie Bruno Baeriswyl und Bernadette Mäder-Brülhart sowie das Ehrenmitglied Josef Jungo hätten den Verbleibenden den Mut gegeben, weiterzumachen. Der heutige Abend stehe daher unter dem Motto: „Es ist Zeit, für das Gewesene zu danken, damit das Zukünftige unter einem guten Stern beginnt.“

Bernadette Lehmann stellt fest, dass die Einladung zu dieser Generalversammlung und die Traktanden ordnungsgemäss am 18. Februar versandt wurden, und sie schlägt als Stimmenzähler Georg Schafer und Franz Nigg vor – was diskussions- und wortlos genehmigt wird.
Als Tages-Protokollführer wird Jean-Claude Goldschmid per Akklamation gewählt.

30. Jubiläums-Generalversammlung 2019 - Protokoll

Hostellerie am Schwarzsee, 13. April 2019

Der Präsident verabschiedet um 10.30 Uhr den Chor und dankt ihm für die würdige musikalisch-kulturelle Eröffnung der GV. Als Stimmenzähler schlägt er vor: Elmar Schneuwly, Düdingen, und Hans Frischknecht, Wünnewil. Die beiden werden mit Applaus bestätigt. sie zählen 81 Teilnehmer, zehn Gäste mitgezählt.

In einem kurzen Rückblick lässt der Präsident die Gründung der SRG Freiburg, damals hiess der Verein FRF (Freiburgische Radio - und Fernsehgesellschaft), Revue passieren. Am 3. Mai 1989 wurde diese im Ochsen in Düdingen gegründet. Anwesend waren Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, so Staatsrat Marius Cottier und Ständerat Otto Piller. Arno Kratinger aus Düdingen wurde zum ersten Präsidenten gewählt. Der zwölfköpfige Vorstand nahm die Arbeit auf und setzte sich mit Herzblut und Ausdauer für die Anliegen Deutschfreiburgs in den Medien ein – und zwar bis heute.

1. Begrüssung
Der Präsident begrüsst Gäste und SRG-Mitglieder. Er heisst herzlich willkommen: den Präsidenten des Staatsrats, J. P. Siggen, die Nationalrätinnen Christine Buillard und Ursula Schneider Schüttel, Oberamtmann Manfred Raemy, die Vertreterin des Gemeinderates von Plaffeien, Antoinette Kilchör, den Vertreter der Pfarrei, Hermann Hayoz sowie Medienschaffende, den Präsidenten des Regionalrats SRG.D, Andreas Schefer, den Leiter des Regionaljournals Bern, Peter Brandenburger, Patrick Mülhauser, «unseren» RegiJournalisten, Rolf Dietrich und Christian Strübin, der Ende 2018 in Pension ging und heute mit seiner Gattin anwesend ist. Ein herzliches Willkomm gilt dem «Mediengast», Nicole Frank, sowie den Ehrenmitgliedern Josef Jungo und Bernhard Auderset.
Entschuldigt haben sich u.a. Ständerat Beat Vonlanthen, Ernst Mäder Essig und Ruedi Rufer, beide Gründungsmitglieder der FRF.

2. Protokoll
Das Protokoll liegt auf. Es wird mit dem Dank an den Verfasser genehmigt.

 

3. Jahresbericht des Präsidenten 2018

Siehe Jahresberichte

Christine dankt dem Präsidenten für seine engagierte Arbeit.

 

4. Jahresrechnung, Revisorenbericht / Entlastung des Vorstands
Den Einnahmen von SFr. 12'970 stehen Ausgaben von SFr 10'821.25 gegenüber, die Rechnung schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von SFr 2'841.75. Beat Zbinden hat zusammen mit Dominik Andrey die Rechnung geprüft. Die Revisoren bescheinigen dem Kassier Roger Brönnimann eine tadellose Buch- und Kassaführung und beantragen der Versammlung, diesen zu entlasten. Ein kräftiger Applaus bestätigt dies.

 

5. Budget
Im Budget 2019 stehen Einnahmen von SFr. 12'900.- Ausgaben in eben dieser Höhe gegenüber. Das ausgeglichene Budget wird einstimmig genehmigt. Der Präsident dankt dem Kassier für seine Arbeit, die Mitglieder zollen ihm diesen mit einem Applaus.

 

6. Jahresprogramm
Die SRG Bern organisiert folgende Anlässe, zu welchen auch die SRG-FR-Mitglieder eingeladen sind:
«Der Publikumsrat, die kritische Stimme des Publikums», 21. Mai in der Aula der OS Murten
«Mediaparc, das neue Medienhaus in Freiburg», am 4. September in Villars-sur-Glâne
«Arena»-Livebesuch der Sendung mit vorgängiger Studioführung, 11. Oktober, die Busfahrt nach Zürich ist organisiert
«Der Dokumentarfilm beim Schweizer Fernsehen», 21. November in der Aula in Schmitten
Die Programme liegen auf, sie wurden den Mitgliedern mit der Einladung zur GV zugestellt.

 

7. Ersatzwahlen
Neu im Vorstand der SRG Freiburg arbeitet Roger Brönnimann. Kurz nach der GV 2018 übernahm er das Amt des Kassiers. Er arbeitet als Vermögensberater einer Schweizer Grossbank. Das Ehepaar wohnt in Altavilla. In seiner Freizeit betätigt er sich als bildender Künstler. Aktuell zeigt er einige seiner Werke in der Brasserie in Murten. Ein kräftiger Applaus bestätigt seine Wahl.

 

8. Anträge
Es sind keine Anträge eingegangen.

 

9. Grusswort von Andreas Schefer, Präsident SRG.D
Andreas Schefer gratuliert der SRG Freiburg zum 30. Jubiläum. Erste Kontakte ins Senseland hatte er mit Bernadette Lehmann, welche im Publikumsrat mitarbeitete. Sie stellte kritische Fragen (was ihn zuweilen nervte), suchte stets ihre Anliegen zielgerichtet und unerschrocken zu erreichen, arbeitete konstruktiv mit und war stets bestens vorbereitet.
Auch zum Präsidenten der SRG Freiburg hat er einen guten Draht. In der SRG.D sind für beide die Glaubwürdigkeit und die Qualität der Programme zentrale Anliegen. Dass sich die oberen Gremien verstehen und die SRG gemeinsam in die Zukunft führen wollen, schaffe beste Bedingungen für das Unternehmen. Das Sparprogramm von 100 Mio. und die damit verbundene obere Budgetgrenze von 1,6 Mia. Franken sind ein harter Einschnitt, dazu kommen Einbrüche bei den Werbeeinnahmen. Es ist damit zu rechnen, dass weitere Schwierigkeiten auftauchen. Qualität und Engagement müssen eine feste Grösse in der Arbeit der SRG bleiben. Wenn es gelingt, Grabenkämpfe zu vermeiden, vermehrt auch mit kommerziellen Anbietern zusammen zu arbeiten, kann die SRG getrost in die Zukunft blicken. Beat dankt Herrn Schefer für die guten Wünsche und die kompetente und gradlinige Stellungnahme.

 

10. Verschiedenes
Vizepräsidentin Christine Jakob informiert über die Haltung des SRG-Freiburg-Vorstandes zur Teilverlegung des Radiostudios von Bern nach Zürich. Weil die Stellungnahme nicht im Sinn der SRG BE FR VS ist, hat deren Vorstand Beat Hayoz nicht mehr für die Wahl in den Regionalrat nominiert, die anlässlich der GV vom 3. Mai in Burgdorf stattfindet. An dieser will die SRG Freiburg versuchen, mit einem Überraschungscoup die Wiederwahl zu erzwingen. Bernhard Auderset unterstützt dieses Ansinnen. Nicht so Josef Jungo. Er schlägt stattdessen eine Resolution vor. mit einer solchen könne Freiburg ein Zeichen für ein geschlossenes Auftreten setzen. Gleicher Ansicht ist auch Grau Nationalrätin Ursula Schneider Schüttel. Sie ist zwar nicht für die Umzugspläne, findet aber die Freiburger Vertretung in diesem Gremium wichtig. Kritisch äussert sich Herbert Ming. Die Freiburger, findet er, haben der SRG BE FR VS viel zu verdanken, sie müssten sich deshalb vehement für den Studiostandort Bern einsetzen. Bruno Boschung, Grossrat, steht zur Teilverlegung. Er findet das Vorgehen der SRG BE FR VS undemokratisch, die Meinungsfreiheit ist für ihn oberstes Gut. Auch Christine Buillard, Grossrätin, findet, dass der Präsident in dieser Situation Unterstützung brauche. nach einigem hin und her zwischen Überraschungscoup und Resolution setzt sich schliesslich letztere durch.


Bernadette Lehmann stellt die Resolution vor:
«Die GV der SRG Freiburg vom 13. April 2019 in Schwarzsee beschliesst, ihren Präsidenten Beat Hayoz zuhanden der Generalversammlung der SRG BE FR VS vom 3. Mai 2019 (Traktandum 4/Erneuerungswahl Regionalrat) als Kandidaten zu nominieren.
Begründung: Beat Hayoz ist seit dem 1. Juni 2016 Regionalrat der SRG Deutschschweiz.
Er hat sich für eine Wiederwahl für die Amtsperiode 2019 - 2023 zur Verfügung gestellt.
Der Vorstand der SRG BE FR VS hat Beat Hayoz die Kandidatur für eine Wiederwahl verweigert.»
Bei der Abstimmung wird die Resolution mit einer Gegenstimme angenommen. Der. Gegenstimmende begründet sein Votum mit «dem undemokratischen Verhalten der SRG Freiburg», welche den SRG-BE-FR-VS-Präsidenten zu ihrer GV nicht eingeladen hat. Christine hält dagegen, dass Léander Jaggi sehr wohl zu einer Aussprache mit dem Vorstand der SRG Freiburg in Düdingen eingeladen wurde. Nach der Annahme der Resolution übernimmt der Präsident erneut die Leitung der GV.

Peter Brandenberger gratuliert der SRG Freiburg zum Jubiläum. Freiburg, findet er, ist heute präsent in den Medien, sowohl im Regionaljournal als auch mit Themen in «Schweiz Aktuell». Das hat mit kompetenten Mitarbeitern zu tun sowie einer guten und innovativen Zusammenarbeit mit dem Trägerverein, nicht zuletzt schaffe auch das Studio in Freiburg gute Arbeitsbedingungen.

Bruno Baeriswyl tritt nach 18 Jahren als Vorstandsmitglied zurück. Die Protokolle, welche er ab Mai 2001 für die Vorstandssitzungen und die Generalversammlungen verfasste, waren vollständig, gewissenhaft und informativ abgefasst. Daneben hat er Anlässe mitorganisiert und Veranstaltungen mit gestaltet. Für seine Tätigkeit wird er zum Ehrenmitglied der SRG Freiburg ernannt.

Es ist bereits eine halbe Stunde nach Mittag, als der Präsident, Nicole Frank, den Gast des Tages, zum Gespräch bittet. Die gebürtige Nidwaldnerin studierte an der Universität Freiburg Germanistik, Journalistik und Kommunikationswissenschaften. An Freiburg schätzte sie vor allem die Zweisprachigkeit, das «empfand ich als eine andere Welt als Bern, wo ich wohnte». 2007 erlangte sie die Doktorwürde mit ihrer Dissertation über Schreibstrategien von Joseph Roth, der für sie «ein spannender Mensch» ist. von der «Neuen Luzerner Zeitung», wo sie mehr im Hintergrund arbeitete, wechselte sie zu Radio SRRF. sie arbeitete am Aufbau des Informationskanals Radio SRF 4 mit, moderierte aber auch die Frühsendung «heute morgen». Seit 2006 ist sie in der Bundeshausredaktion tätig. Ob sie den Druck der Politik zu spüren bekomme? Wer näher «bei den Leuten» ist, spürt diesen und auch das Lobbying ist intensiver. Zum Glück habe sie in Sandro Brock einen feinen Kollegen, der ihre Arbeit unterstütze. In der Rundschau werden jeweils drei Hauptbeiträge ausgestrahlt. Was können wir bieten, was die Tagesschau nicht bieten kann? Einen eigenen Zugang, Variationen in der Gestaltung, beide Seiten eines Themas aufzeigen. das sind Ansätze, die wir angeregt diskutieren, um unserer Sendung den eigenen Schliff zu geben. Auf Beats Frage «Gibt es Themen, die nicht gehen?», verweist Frau Frank auf den letzten Mittwoch und damit das Thema «Weibliche Lust». Sie und Sandro Brotz seien beide gegen die Ausstrahlung gewesen, hätten sich aber nichtdurchsetzen können. Die abgegebenen Reaktionen seien heftig gewesen. Schwierig sei die Suche nach Persönlichkeiten für den «heissen Stuhl», weil sich niemand gern aussetze. Das Thema ist zwar vorgegeben, die Fragen allerdings sind nicht im vorausbekannt.
Es ist bereits 13.00 Uhr, als Beat Nicole Frank verabschiedet, ihr für die Gesprächsrunde dankt und ihr eine gute Heimreise wünscht. mit einem kräftigen Applaus bedanken sich die Zuhörer und Zuhörerinnen

Beim reichhaltigen Apéro mit Blick auf die Spitzfluh und die umliegenden Berge setzt ein reger und wohl auch nachdenklicher Gedankenaustausch ein über an der GV besprochene Themen wie den kämpferischen Start der FRF, die Wahl in der Regionalrat, die verabschiedete Resolution, die Gratulation zum Ehrenmitglied.